Einige Infos zum Thema Haar:

Was sind Haare:

Das Haar ist ein Anhangsgebilde der Haut, das im 3. Embrionalmonat entsteht. Gleichzeitig ist das Haar der schönste Schmuck des Menschen, der zum Glück immer wieder nachwächst, außer dem stünden männliche Hormone im Wege, aber auch da gibt es schon einige Gegenmittel.

Das Wachstum des Haares:
Pro Tag 0,25 bis 0,40 mm,
im Durchschnitt:
1 Tag = 0,3mm,
1 Woche = 2,1mm,
1 Monat = 1 cm,
1 Jahr = 12 cm
Wachstum des Gesamthaares pro tag: ca. 30 Meter!
der Mensch verliert pro Tag 60 bis zu 100 Haare, das ist normal!
(Lebensdauer eines Haares: 2-7 Jahre)

Anzahl der Kopfhaare:
Im Ø 100'000
R othaarige 90'000
B rünette und Schwarzhaarige bis 110'000
blonde 140'000
erreichbare Haarlänge 70-90 cm im Durchschnitt
(da gibt es natürlich auch Ausnahmen)

 

Zahlen und Fakten:
Der Mensch hat 3 unterschiedliche Arten von Haaren:
 

Langhaare (Kopf-, Bart- Achsel und Schambehaarung),
Borsten (Nasen- und Ohrenhaare, Wimpern und Augenbrauen) feine Körperhaare

Haare sind auf dem ganzen Körper verteilt, ausser an Fusssohlen, Handflächen, Schleimhäuten und der Lippe.
25% aller Haare sind Kopfhaare.

Aufbau des Haares:
Haare (Durchmesser 0.1 mm) sind röhrenförmig aufgebaut und bestehen im wesentlichen aus einer Hornsubstanz, dem Keratin. es ist saugfähig wie ein schwamm (Feuchtigkeit dehnt das haar). der Inhalt dieser Haarröhre bestimmt seine Farbe. die Oberfläche der röhre ist mit kleinen schuppenartig übereinander liegenden hornplatten bedeckt. haare sind ohne nerven und blut, sind aber in unserer lebendigen haut verwurzelt und bildet mit ihr eine Einheit.
das Haar ist in den über die Haut ragenden Haarschaft und die tief in der Haut verankerte Haarwurzel gegliedert.
die Haarwurzel jedes einzelnen Haares befindet sich in einem langen Tunnel (haarfollikel) der bis in die unteren Hautschichten reicht. zuunterst dieses Tunnels befindet sich die Haarpapille. die Papille ist das Wachstumszentrum des Haares, hier werden die Nährstoffe über den Blutkreislauf aufgenommen.

Die Pigmente verleihen dem Haar die Farbe. wenn der Mensch alt wird, bekommen die haare weniger Pigmente und werden so grau oder weiss.

knapp unter der Hautoberfläche sitzt eine Talgdrüse, die das haar mit ausreichend fett versorgt. ein winziger Haaraufrichtemuskel sorgt dafür , dass Talg aus der Haardrüse ausgestossen werden kann. dieser kleine Muskel kann ebenfalls die haare aufstellen; so entsteht die Gänsehaut.

Die besten Tipps für schönes Haar:
Biologisch gesehen sind Haare tote Keratinzellen die aus den Follikeln entstehen und wachsen. Über das Wachstumszentrum, die Haarpapille (Martix), werden Nährstoffe aufgenommen, und so wachsen sie im Monat ca. 1 - 1,5 cm, im Sommer etwas mehr. Das Haar wächst von da an drei bis sieben Jahre, bis es verhornt und dann irgendwann ausfällt.

Nach einer Ruhephase entsteht an der gleichen Stelle ein neues Haar.

Natürlich gibt es auch die verschiedensten Ursachen für unnatürlichen Haarausfall: Hormonstörungen, lange Krankheit oder Mangelernährung können dazu führen, dass man unfreiwillig zum Kojak wird.

Einige Menschen haben auch einen jahreszeitlich bedingten Haarausfall (z.B. im Herbst und im Frühling), in dem eine verstärkte Regeneration der Papillen stattfindet. In der Regel dauert er nur einige Wochen und hinterlässt keinerlei bleibende Spuren.

Das gesunde Haar besteht zu 80 Prozent aus Proteinen, 15 Prozent Wasser, 10 Prozent Pigmente sowie verschiedenen Mineralien und Lipiden.

Aus den Proteinen wird das Keratin gebildet - man unterscheidet zwei Arten:

1. Das feste Faserkeratin (Faserstamm & Schuppenschicht

2. Das gestaltlose Keratin, die Kittsubstanz zum Auffüllen der Zwischenräume.

Umwelteinflüsse und zu viele kosmetische Eingriffe wie Dauerwelle, Färben, Bleichen und zu viel Bürsten zerstören bzw greifen die Keratinschicht des Haares an. Die Schuppenschicht wird immer weiter abgeschliffen bzw. herausgelöst, bis es irgendwann bricht oder reißt. Ist dies erst einmal passiert, ist´s schnell aus mit der Rapunzel-Haarpracht, denn es verliert nicht nur an Glanz, es wird zudem strohig und im ungünstigsten Fall bricht es einfach irgendwo in der Mitte ab.

Besonders lange Haare nehmen uns schon kleine Sünden wie die falsche Bürste oder ein Bad im Salzwasser sehr übel.

Dann hilft oft nur noch die Schere, und die mühsame Haarzucht von mehreren Jahren liegt in Sekunden auf dem Boden im Coiffuresalon.

Hier einige Tipps, wie lange Haare schön und gepflegt bleiben:

Waschen:
Verwenden Sie nur milde Shampoos, denn je milder und PH-neutraler die Reinigungsstoffe, je besser für die Keratinschicht.

Wichtig für lange Haare: Weniger ist mehr.

Nach der Wäsche vorsichtig trocknen, nicht rubbeln, denn das Haar ist in nassem Zustand besonders empfindlich. Übrigens, lange Haare sollte man wenn möglich nicht jeden Tag waschen, manchmal genügt auch eine Ansatzwäsche um nur die Kopfhaut zu reinigen. Im Sommer an der Luft trocknen lassen, denn auch heisses Fönen schadet!

Extrapflege:
Einmal in der Woche (bei sehr strapazierten und trockenen Haaren 2 mal) eine Haarkur einmassieren und unter einer Folie, am besten Aluminium, einwirken lassen. Für lange Haare gibt es spezielle Kuren für die Spitzen, die besonders Splissanfällig sind.

Schneiden & Kämmen:
Auch wenn die Haare ganz lang werden sollen: alle zwei bis drei Monate Spitzen schneiden ist Pflicht. Die Haare wirken am Ende fülliger und gepflegter. Vorsicht beim Bürsten und Kämmen, im nassen Zustand mit einem breitzakigen Kamm von den Spitzen nach oben durchkämmen. Für lange Haare keine Bürsten verwenden, die an den Haaren reißen, am besten Naturbürsten verwenden.

Gesunde Haare sind nicht nur eine Frage der äußeren Einflüsse, die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle. Wer sich ausgewogen mit Vitaminen Mineral- und Ballaststoffen versorgt, dem wird man es an Haaren, Haut und Fingernägeln ansehen.

Wer sich gezielt Haarfreundlich ernähren möchte, sollte folgendes essen:

Erdnüsse und Sojabohnen enthalten viel Biotin, das fördert das Haarwachstum.

Karottensaft kombiniert mit Weizenkeimöl hilft dem Haar sich selbst zu helfen. Vitamin A wird durch das Öl aus dem Saft gelöst.

Obst, besonders Zitrusfrüchte, bietet Schutz vor den freien Radikalen und beschleunigt die Kollagensynthese.

Hefe: Lieferant von vielen B Vitaminen, die u.a. bei der Neubildung von Zellen unterstützen.